Mar 6, 2026 |

#OrgderZukunft: Fünftes Trainingsmodul zum Thema Prozesse

Beim fünften Trainingsmodul des Projekts “Die inklusive Organisation” brachten wir unsere Projektlots*innen sowie deren Kolleg*innen in den Räumlichkeiten des Deutschen Fundraisingsverbandes vom 24. bis 26. Februar in Berlin Mitte zusammen, um sich drei Tage lang intensiv mit ihren eigenen organisationalen Strukturen und Prozessen auseinanderzusetzen. 

Der erste Tag startete mit einem gemeinsamen Ankommen. Noch vor dem eigentlichen Check‑In stand eine kurze Kennenlernsequenz im Mittelpunkt: Die Teilnehmenden suchten Gemeinsamkeiten und sammelten sie in einer Netzwerkkarte – mit dem bewussten Fokus auf das, was verbindet. Danach folgte ein Check‑In, der allen ermöglichte, kurz zu teilen, wie sie innerlich gerade da sind, was sie beschäftigt, welche Erwartungen sie mitgebracht haben und was sie brauchen, um gut teilnehmen zu können. Anschließend gab es kompakte, praxisnahe Einführungen in zentrale Werkzeuge für partizipative Zusammenarbeit mit Soziokratie, wofür wir Sarah Darwish vom Permakultur Institut e. V. als Gast-Referentin gewinnen konnten – einer Organisation in der Soziokratie seit Jahrzehnten als fest verankert ist. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Check‑out mit einer kurzen Feedbackübergabe durch eine Person, die per soziokratischer Offener Wahl gewählt wurde – um das Gelernte gleich praxisnah auszuprobieren.

Tag 2 begann ebenfalls mit dem gemeinsamen Ankommen – als Warm‑up vor dem Check‑In mit der Mad Tea Party: einem schnellen, wechselnden Gesprächskreis, der tiefe Begegnungen jenseits von Arbeitsrollen ermöglicht. Danach folgte ein Check‑In, ähnlich wie am ersten Tag, um das Ankommen in der Gruppe zu unterstützen und Erwartungen zu äußern. Am Nachmittag folgte ein kleiner Exkurs in eine Design‑Methode: Design for Belonging, basierend auf dem gleichnamigen Konzept von Susie Wise, einer Lerndesignerin, die zu dem Thema jahrelang geforscht und ein Buch veröffentlicht hat, in dem u. a. Prozesse und Hebel vorgestellt werden, die Zugehörigkeit in unterschiedlichsten Kontexten fördern können. Nach einer einstündigen Design‑Übung, in der insbesondere eine Rolle (als einer der gestalterischen Hebel) entwickelt wurde, entstand eine spannende, vielschichtige und gleichzeitig ergebnisoffene Diskussion und Reflexion: Einige Teilnehmende äußerten kritisch, dass sie sich im Arbeitskontext gar nicht „zugehörig“ fühlen möchten. Andere widersprachen und betonten, dass Zugehörigkeit eigentlich ein zentrales Ziel gelungener DEI‑Maßnahmen sein sollte und zu stärkerer Mitarbeitendenbindung führt.

Am dritten Tag war erneut Sarah Darwish als Gast-Referentin dabei und gab einen praxisnahen Einblick, wie Soziokratie  im Arbeitsalltag genutzt und gelebt wird. Zudem folgten Wiederholung und Vertiefung der Soziokratie mit: Offener Wahl, Üben von Konsent‑Moderation, Integration schwerwiegender Einwände sowie Stufen der Partizipation für die Umsetzung. Anschließend ging es um nächste Schritte in der eigenen Organisation und in den abschließenden Check‑out.

Im Mai folgt dann das sechste und letzte Modul. Ende April veranstalten wir übrigens ein vier-tägiges Training für die Methode Open Space, das wir dank unserer Förderung für Vertreter*innen der Zivilgesellschaft kostenfrei anbieten können. HIER geht es direkt zur Anmeldung. Mehr Infos zur Veranstaltung finden sich HIER und zum Projekt allgemein stehen HIER alle Details.